AVFAktuellAlbumDenkMal KontrolleProjekte

Im Wegenetz

 

Die relieforientierten Wegetrassen des frühen Mittelalters waren auf natürliche Zwangspunkte, wie zum Beispiel Flußübergänge ausgerichtet, die Knotenpunkte häufig strategisch gesichert oder ließen Siedlungen übergeordneter Funktion entstehen.

Bedeutsam ist, daß all diese Orte sich im 12. / 13. Jahrhundert nicht weiterentwickelten, sondern im Gegenteil zu reinen agraren Siedlungen wurden oder gar wüstfielen. [21]

 

Mit der Herausbildung eines Netzes von Märkten, zentralen und zentralen Orten im Laufe des 12. bis 14. Jahrhunderts wurden diese zu neuen Zielen des Verkehrs und zu neuen Knotenpunkten des Straßen- und Wegenetzes.[22]

 


Die weitere Entwicklung des Fernverkehrsnetzes im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit, vor allem eine zunehmende geregelte Differenzierung in Nah- und Fernverkehrsstraßen, die Aufgabe alter Strecken und die Aufnahme neuer Routen, wurde vor allem durch die restriktiven Zoll- und Geleitrechte beeinflußt. Der Fernverkehr war allein auf die Königsstraße, den rechten Heerweg oder die gemeine Landstraße verwiesen, an denen Zollstellen und Märkte errichtet wurden. [23]
Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts hinein "boykottierte" Dänemark den Bau überregionaler Verkehrsverbindungen zwischen Holstein und den südlichen Nachbarländern. [38]