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DB 14


DB 14 (LA 21)

Grabhügel 21. Lit: Ber. von W.Grabbe und L. Danger im K.M.Archiv 189/1904 und von Dr. F.Knorr im K.M.Archiv 164/1905. - Flache stark abgepflügte Kuppe mit sanft auslaufendem Rand, kiesiger Sand. Dm etwa 18 m. - Bei der Abtragung des Hügels wurden 2 bronzezeitliche Baumsargbestattungen und Einzelfunde geborgen.


Grab 1. Lit: Kieler Ber. 44, 107. 5. - K. Kersten o. J. (193S), 110. 112. 121. 124. 129. 133. 153; 1952, 24
u. Anm 22. - P. Zylmann 1938, 121 f. 124 f. - Innerhalb eines auf dem anstehenden Boden angelegten, aus faustgroßen Steinen und kleinen Findlingsblöcken unregelmäßig gefügten Steinkreises, der bei der Ausgrabung von F.Knorr an 3 Stellen erhalten gefunden wurde. Dm etwa 25 m, war ein Grabhügel von
140 m H erhalten. Eben nördlich des Hügelzentrums befand sich in Richtung WNW-OSO eine im Grundriß ovale Steinpackung, Lge etwa 4; Br etwa 3 m. Soweit aus Berichten und Skizze von Knorr zu entnehmen ist, bestand die seitliche Umpackung des Grabes aus Findlingsblöcken bis 0,50 m Lge und kopfgroßen Steinen. Gr H der Umpackung von etwa 5 Fuß im W-Teil der Anlage. Innerhalb der Steinpackung eingesunkene Baumsargbestattung, anscheinend mit faustgroßen Steinen überdeckt, darunter humose Erde mit vermoderten Holzresten, „die auf einem ebenen Steinpflaster aus platten Steinen lagen". Auf dem Pflaster Reste eines Skeletts; erhalten sind Teile eines Schädels und 4 Zähne im O des Grabes, weiterhin einige Reste von Röhrenknochen (Abb. 45).
[Hingst: Stormarn, S. 380]


Reinfeld DB 14 Tafel 64


Grab 2. Lit: Kieler Ber. 44, 107, 5. - E. Sprockhoff 1931, 63, Nr. 15, Taf. 5, 15-16; 1941, Abb. 83 i. -
K. Kersten o.J. (1935), 141. 153; 1952, 24. - P. Zylmann 1938, 121. 123. - Etwa 8 m südlich des beschriebenen Grabes fand Knorr in 0,30 m T über dem gewachsenen Boden eine rechteckige Steinsetzung, Dm 3X1,50 m , von SW-NO gerichtet, Pflasterung aus durchweg kopfgroßen Steinen, auf der einige gleich große Steine lagen, deren Verteilung nicht beschrieben ist. Auf bzw. zwischen den Steinen des Grundpflasters wurden gefunden

a) Bronzeschwert mit ausgebauchter Griffzunge, hohe seitliche Ränder, am Ende hörnerartig nach außen gebogen, Schulter am Heft kräftig gekrümmt, halbkreisförmiger Heftausschnitt, je eine Niete am eckig abschließenden Heftende, Klinge mit breiter flach gewölbter Mittelrippe. Lge 76, davon Griff 10; Br der Klinge 3, des Heftes 6 cm. Gefunden in der Mitte des Steinpflasters, Griff nach SW liegend.
b) Bronzeabsatzbeil vom nordischen Typ, unter rechtwinklig abschließender Schaftlinie schmaler, flacher, verzierter Wulst, Schneide beschädigt. Lge 19,5; Schneide 5; Nacken 1,8 cm. Gefunden im W=Teil des Pflasters.
c) Stark beschädigte Dolchklinge, am Heft 2 Nieten, Lge 8; gr. Br 3,5 cm. Taf. 64, 1-3. Lag im Mittelteil des Pflasters südlich der Schwertklinge, Spitze nach SW zeigend.
d) Lit.: Ber. von F. Knorr im K.M.Archiv 164/1905. -4 kleine Nieten mit flachen scheibenartigen Nietköpfen und eine Anzahl "in Reihen zusammengesetzte 2mm lange Bronzestifte, die als Schmuck des Holzblattes vom Schwertgriff gedient hatten". K.S. 11814 a-d.
[Hingst: Stormarn, S. 380f]

 

Reinfeld DB 14 Fundplatz 3


Fundplatz 3
. Zwischen der ovalen Steinsetzung des Frauengrabes und dem Steinkreis im N laf eine gelblich=graue, dreieckige Feuersteinpfeilspitze. Lge 4,5; Br 2,4; Dicke 0,7 cm. K.S. 11815 Taf. 52,18.
Fundplatz 4. Am SW=Rand des Hügels lagen dicht unter der Hügeloberfläche Scherben von wahrscheinlich 2 zerstörten Tongefäßen der Eisenzeit. Scherben eines Gefäßes aus graubräunlichem, mit feinem Sand gemagertem Ton udn schwarzglänzender Oberfläche und Scherben eines Gefäßes mit schmutziggrauer Oberfläche, Rillenornament unbestimmter Form im Bereich des Umbruchs. K.S. 11815.
[Hingst: Stormarn, S. 381f]

 

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